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Kanaren-Vulkan lässt Zeitreise zu: Hier wächst eine neue Halbinsel

todayOktober 4, 2021 1

Hintergrund
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So müssen wir uns die Erde vor Milliarden von Jahren vorstellen, weit vor der Zeit der ersten Lebewesen: Glühende Lavaberge, überall entsteht Land. So wie gerade auf den Kanaren. Dort hat der Vulkan jetzt sogar einen dritten Schlot aufgesprengt.

Der Kanaren-Vulkan nimmt uns mit auf eine einmalige Zeitreise – so weit in der Zeit zurück, dass es noch nicht mal Leben auf unserem Planeten gab. Es ist heiß, glühendes Gestein fließt aus Vulkankratern Richtung Boden, überall formen sich die Kontinente – ähnlich wie auf La Palma zurzeit.

Der Ausbruch des Vulkans dort lässt uns zurückblicken, Milliarden Jahre vor unserer Zeit. Wie damals formt die Lava dort auch in der Gegenwart neues Land. Mittlerweile wächst vor La Palma eine neue Halbinsel – dort, wo die Lava ins Meer fließt. Sie ist schon mehr als 20 Hektar groß – das entspricht der Hälfte der Fläche des Vatikanstaates.

Wie groß die Halbinsel letzten Endes wird, kann noch niemand sagen. Das hängt davon ab, wie lange der Vulkan noch Lava spuckt – und wie viel. Seit fast zwei Wochen bricht der Vulkan in der Cubmra-Vieje-Kette auf der kanarischen Insel La Palma fast rund um die Uhr aus und schiebt riesige Mengen an flüssigem Gestein in den Atlantik. Das kühlt ab und formt so die neue Halbinsel.

Vulkan auf La Palma hat einen dritten Spalt aufgesprengt

Am Freitag hat der Vulkan einen dritten Spalt in seinen Hang gesprengt. Die Behörden teilten mit, der neue Lavastrom sei zwar relativ klein, er ziehe aber die bisher verschonten Flächen in Mitleidenschaft. Die Behörden wollen nun beobachten, ob die Lava aus dem neuen Riss sich mit dem Hauptstrom vereinigt. Dieser hat bereits den Atlantik erreicht, erklärten die Behörden. Außerdem gab es acht neue Erdbeben mit einer Stärke von bis 3,5 auf Insel. Bisher sind auf La Palma rund sieben Quadratkilometer mit einer meterdicken Schicht aus rund 1.000 Grad heißer Lava bedeckt.

Kilauea in Hawaii seit mehreren Tagen wieder aktiv

Und noch ein alter Bekannter macht wieder Schlagzeilen: Der Kilauea auf Hawaiis größter Insel Big Island. Der Vulkan war 2018 schon einmal ausgebrochen und hatte Wochenlang Lava aus insgesamt 24 Schluten in die Luft geschleudert.

Drei Monate dauerte der Ausbruch – von Anfang Mai bis Ende Juli. Dabei formte der Kilauea 3,5 Quadratkilometer neues Land – so groß wie der Central Park in New York. 24 Menschen wurden durch die Lava verletzt, es entstand ein Schaden von etwa 690 Millionen Euro.

 

https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/1633086482624%2Cla-palma-warnung-vulkanausbruch-120~_v-16x9@2dL_-6c42aff4e68b43c7868c3240d3ebfa29867457da.jpg
Auch deer Kilauea auf Hawaiis größter Insel Big Island bricht seit wenigen Tagen wieder aus.

Beeindruckende Bilder: Drohne fliegt über Vulkan-Schlot

Vor ein paar Tagen gab es spektakuläre Nahaufnahmen vom Kanaren-Vulkan. Ein Drohnen-Pilot ist jetzt auf Tuchfühlung mit der fast 1.000 Grad heißen Lava gegangen. Er flog so nahe an den Schlot wie es nur ging.

Das Ergebnis: Beeindruckende Aufnahmen von glühend heißem, flüssigem Gestein, das der Vulkan fast hundert Meter hoch in den kanarischen Himmel speit. Dort, direkt über der Stelle, an der das flüssige Gestein aus dem Erdinneren schießt, könnte kein Mensch die hohen Temperaturen lange überleben.

 

Geschrieben von: Manuel

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