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„Lockdown für Ungeimpfte“ in Rheinland-Pfalz ab Samstag

todayNovember 30, 2021 39 1

Hintergrund
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Ab kommendem Samstag gelten auch in Rheinland-Pfalz strengere Corona-Regeln. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsminister Clemens Hoch haben die Pläne vorgestellt.

Ab Samstag sollen in Rheinland-Pfalz noch einmal verschärfte Corona-Regeln gelten. Für Ungeimpfte kommt das mehr oder weniger einem Lockdown gleich – sie müssen ihre Kontakte auf ein Minimum reduzieren und dürfen fast nirgendwo mehr rein.

Die Pläne im Einzelnen:

  • Wer nicht geimpft ist, darf sich in Rheinland-Pfalz dann nur noch mit den eigenen Haushaltsmitgliedern und einer weiteren Person im öffentlichen Raum aufhalten.
  • In Innenbereichen, in denen keine Maske getragen werden kann, gilt dann 2G-plus – zum Beispiel im Fitnessstudio, im Kino oder im Restaurant. Draußen und wenn drinnen immer eine Maske getragen werden kann, gilt 2G.
  • Für Kinder ab 12 Jahren gilt weiterhin 3G, Kinder unter 12 gelten weiter als geimpft.

Aktualisierte Corona-Verordnung gilt seit einer Woche

Seit einer Woche gilt in Rheinland-Pfalz schon eine aktualisierte Corona-Verordnung. Seitdem zählt nur noch die Hospitalisierungsrate. Bei einer Rate über 3 gilt flächendeckend die 2G-Regel. Steigt der Wert über 6, dann gilt 2G+, dann müssen auch Geimpfte und Genesene einen aktuellen Testnachweis vorlegen. Es werde keine Unterscheidung nach Versorgungsgebieten geben, es gelte die landesweite Hospitalisierungsrate, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Man wolle das ganze Land gleich behandeln.

Große Einschränkungen für Ungeimpfte in RLP

Ab dem 24. November werde man den Lockdown für Ungeimpfte konsequent umsetzen, sagte Hoch. Im ganzen Land gelte dann lückenlos die 2G-Regel, so Hoch. Zutritt zu Restaurants, Veranstaltungen, Frisören etc. haben demnach nur noch Geimpfte und Genesene.

Alle, die sich nicht geimpft haben, müssen mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung leben.

Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister RLP

Das sind die Maßnahmen im Einzelnen:

  • In Geschäften gibt es weiter keine Testpflicht. Nur Masken müssen getragen werden.
  • In Restaurants, Bars und Veranstaltungen im Innenbereich gilt 2G: Nur diejenigen haben Zugang, die geimpft oder genesen sind.
  • Am Arbeitsplatz gilt, wie im gesamten Bundesgebiet: Wer mit Menschen in Kontakt kommt, muss geimpft oder genesen sein – oder sich testen lassen und zwar täglich. Arbeitnehmer müssen dann einen Nachweis vorlegen. Und die Arbeitgeber sind verpflichtet, das alles zu kontrollieren.
  • Wer „Büroarbeiten oder vergleichbare Tätigkeiten“ verrichtet, dem muss Homeoffice ermöglicht werden – es sei denn, es geht aus betrieblichen oder privaten Gründen nicht.
  • In Bussen und Bahnen gilt 3G. Die Verkehrsbetriebe sollen stichprobenartig kontrollieren. Wie beim Schwarzfahren sollen Bußgelder drohen. Ausgenommen sind Kinder und Schüler im Schulbus.
  • In Pflege- und Altenheimen sowie in Behinderten- und Gesundheitseinrichtungen gilt eine Testpflicht für Besucherinnen und Besucher sowie für das Personal.

Maskenpflicht, wenn Abstände nicht eingehalten werden können

Ab sofort gilt die Maskenpflicht laut Hoch auch wieder, wenn Abstände nicht eingehalten werden können. Und zwar drinnen wie draußen. Das heißt also auch auf Weihnachtsmärkten. An weiterführenden Schulen gilt die Maskenpflicht am Platz.

Ausnahmen gibt es für Kinder und Jugendliche

Bis einschließlich 12 Jahren gelten Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz automatisch als geimpft oder genesen. So soll ihnen die gesellschaftliche Teilnahme weiter ermöglicht werden. Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren gilt 3G. Das heißt, dass zu den obligatorischen zwei Tests pro Woche in der Schule noch ein dritter aktueller Test dazukommt. Dabei darf es sich auch um einen Selbsttest handeln. Den Test braucht es beispielsweise für die Teilnahme im Sportverein oder Musikschulen.

Was noch nicht beschlossen ist

Bundesweit wird noch über die Impfpflicht für Beschäftige in Medizin und Pflege beraten. Auch ob es Änderungen bei den Schulen und Kitas gibt, ist noch unklar. Es bestehe Einigkeit, „dass weitere Belastungen für Kinder und Jugendliche zu vermeiden und sie gleichzeitig bestmöglich zu schützen sind“, hieß es im Papier von Bund und Ländern am Donnerstag.

Geschrieben von: Manuel

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