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Passagier aus Südafrika positiv: Omikron-Variante wohl in Deutschland

todayNovember 27, 2021 39

Hintergrund
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Die Omikron-Variante des Coronavirus ist wohl in Deutschland angekommen. Ein Passagier am Frankfurter Flughafen hatte Viren mit typischen Mutationsmerkmalen in sich.

Die Südafrika-Variante des Coronavirus ist nur zwei Tage nach ihrer Entdeckung wohl schon bei uns. Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) schrieb auf Twitter: „Die Omicron-Variante ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland angekommen.

Die Südafrika-Variante des Coronavirus ist nur zwei Tage nach ihrer Entdeckung wohl schon bei uns. Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) schrieb auf Twitter: „Die Omicron-Variante ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland angekommen.

Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien in der Nacht auf Samstag mehrere für Omicron typische Mutationen gefunden worden. Allerdings sei die Auswertung der Proben noch nicht vollständig abgeschlossen, schrieb Klose weiter. Er forderte Reisende aus Afrika dazu auf, Kontakte zu reduzieren und sich testen zu lassen.

Omikron-Variante breitet sich weltweit aus

Mittlerweile haben schon mehrere Länder den Verdacht auf die neue Coronavirus-Mutation aus Südafrika gemeldet. Am Flughafen in Amsterdam wurden 61 Passagiere aus zwei Flügen aus Südafrika positiv auf das Coronavirus getestet.

Die Tests seien bei der Ankunft am Flughafen Schiphol gemacht worden, teilte die niederländische Gesundheitsbehörde GGD mit. Die Passagiere kamen aus Johannesburg und Kapstadt. Die positiv Getesteten sind in einem Quarantänehotel am Flughafens untergebracht. Ob sie sich mit der Omikrom-Variante infiziert haben, ist noch nicht klar.

Auch in Belgien, Hong Kong, Israel und Boswana gebe es erste Fälle. In Südafrika haben sich schon Detzende Menschen mit der neuen Virusvariante infiziert. Südafrikanische Experten beobachten vor allem virle Infektionen bei Menschen zwischen 20 und 40 Jahren.

EU kappt Flüge aus Südafrika

Die Europäische Union hat den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika gekappt. Damit wollte die EU verhindern, dass die Virusmutante auch zu uns kommt. „Die Kommission wird in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten vorschlagen, die Notbremse zu aktivieren, um den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika aufgrund der besorgniserregenden Variante B.1.1.529 einzustellen“, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Wie es aussieht, war es aber schon zu spät.

Warum ist die neue Virusvariante aus Südafrika so gefährlich?

Experten befürchten, dass die neue Omikron-Variante wegen der ungewöhnlich vielen Veränderungen nicht nur hochansteckend sein könnte, sondern den Impfschutz auch viel leichter umgehen könnte. Laut NICD weist B.1.1.529 insgesamt 50 Veränderungen auf – allein auf dem Spike-Protein seien es 30 Mutationen.

Dieses Protein braucht das Virus, um in die Zelle einzudringen und sie zu infizieren“, sagt David Beck aus der SWR-Wissenschaftsredaktion. Auf der anderen Seite ist das Spike-Protein auch der Punkt, an dem die Impfstoffe greifen. Veränderungen am Spike-Protein können dazu führen, dass die Impfstoffe weniger wirksam sind und das Virus somit ansteckender ist.

Beunruhigende Daten aus Hong Kong

Diese Befürchtungen scheinen tatsächlich zuzutreffen. Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen wohl eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19.

„Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren“, schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding. Er forschte lange Zeit an der Universität Harvard. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, sagte Feigl-Ding.

Und noch etwas beunruhigt den Virologen: Der in Belgien positiv auf die Omikron-Variante Patient sei nie in Südafrika gewesen. Die junge Frau sei über die Türkei nach Ägypten gereist, sei aber niemals südlich des Äquators gewesen. „Das bedeutet, dass das Virus schon unbemerkt aus Südafrika entkommen ist“, schreibt Feigl-Ding weiter.

Neue Südafrika-Variante enthält viele Eigenschaften

Die Südafrika-Variante habe Eigenschaften von allen vier „Varianten, die uns beschäftigen“ – also Eigenschaften von Alpha-, Beta-, Gamma- und Delta-Variante, sagte Professor Salim Abdool Karim, der Ex-Vorsitzende des südafrikanischen Beratungskomitees für Covid-19: „Auf den ersten Blick wirkt es also, als ob diese Variante die zwei Eigenschaften hat, die uns bisher am meisten sorgen: eine hohe Übertragbarkeit und ein gewisses Level an Immunevasion“ – es kann also die Immunabwehr umgehen.

Geschrieben von: Manuel

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