Nachrichten

Queen Elizabeth II. ist tot – Charles III. gibt Briten frei

todaySeptember 10, 2022 8

Hintergrund
share close

Großbritannien trauert um Queen Elizabeth II. Ihr Sohn Charles III. hat nun erklärt, dass der Tag ihres Begräbnisses ein Feiertag wird. Hier erfahrt ihr, wie es weitergeht.

Noch ist nicht klar, wann das Staatsbegräbnis für die verstorbene britische Königin Elizabeth II. stattfinden wird. Beobachter spekulieren über den 19. September. Als möglicher Termin gilt bisher auch der 18. September, doch das ist ein Sonntag.

Eines ist jedenfalls seit dem heutigen Samstag klar: Der entsprechende Tag wird in Großbritannien ein offizieller Feiertag. Das hat ihr Sohn, der neue König Charles III., im Rahmen seiner Ernennung bekannt gegeben.

Am Freitag hatten um Punkt zwölf Uhr mittags in ganz Großbritannien im Gedenken an die verstorbene Königin Elizabeth II. die Glocken geläutet. Überall gedachten Menschen der Queen – auch im britischen Parlament, wo die Abgeordneten in tiefem Schweigen und mit gebeugtem Kopf innehielten.

König Charles III. hielt am Abend seine erste Rede

Einen Tag nach dem Tod seiner Mutter ist der neue König Charles III. nach London gereist. Er wurde bei seiner Ankunft in London von tausenden Landsleuten empfangen. Vor dem Buckingham-Palast schüttelte Charles am Freitagnachmittag die Hände von Menschen, die sich dort versammelt hatten, um ihre Trauer über den Tod von Queen Elizabeth II. zu bekunden und ihren Nachfolger zu begrüßen. Einige von ihnen stimmten die englische Nationalhymne mit dem neuen Text „God save the King“ an.

Eine Frau küsst die Hand von König Charles III. bei seinem Rundgang vor dem Buckingham-Palast in London.

 

Am Abend hielt König Charles seine erste Fernsehansprache an sein Volk. Darin dankte er seiner „lieben Mama“ und versprach seinen Landsleuten, ihnen sein ganzes Leben lang „mit Loyalität, Respekt und Liebe zu dienen“. Am Samstag wurde Charles III. dann gemäß dem Zeremoniell zum König ausgerufen.

 

Beerdigung von Elizabeth II. wird Staatsbegräbnis

Der Leichnam der Queen soll in den nächsten Tagen in Westminister Hall aufgebahrt werden, damit die Bevölkerung Abschied nehmen kann. Das Staatsbegräbnis wird voraussichtlich in der Londoner Kirche Westminister Abbey in zehn oder elf Tagen stattfinden.

 

Events und Premier League in England fallen wegen Tod der Queen aus

Der Tod der Queen hat erhebliche Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Großbritannien. Streiks der Post- und Transportsportgewerkschaften wurden abgesagt, auch die beliebte Kulturveranstaltung der BBC („Last Night of the Proms“) findet in diesem Jahr nicht statt.

Auch in der englischen Premier League werden am Wochenende keine Spiele stattfinden. Damit folgt die Elite-Liga der Empfehlung der britischen Regierung. Auch in der zweiten und dritten Liga wurden alle Spiele abgesagt.

Wie geht es jetzt weiter ohne die Queen?

Die sogenannte „Operation London Bridge“ legt fest, was nach dem Tod der Monarchin passiert. Das ist ein Plan, der den Ablauf der nächsten Tage teilweise auf die Minute genau vorgibt. Die ersten Punkte des Ablaufs wurden schon umgesetzt: Britische Sender unterbrachen ihr Programm für die Todesnachricht und Nachrufe auf die Königin. Die Flaggen am Buckingham-Palast in London wurden auf Halbmast gesetzt. Außerdem werden alle politischen Aktivitäten vorerst eingestellt. Das offizielle Protokoll sieht diese Punkte nach dem Tod von Elizabeth II. vor:

  • Ein spezielles Gremium erklärt den ältesten Sohn der Queen, Charles, offiziell zum neuen König, was bereits diesen Samstag passiert ist.
  • Der Leichnam der Queen wird mit dem Zug nach London und in den Buckingham-Palast gebracht.
  • Die Königin wird drei Tage im Palace of Westminster aufgebahrt.
  • Die Beerdigung findet zehn Tage nach ihrem Tod in der Westminster Abbey statt. Eine offizielle Bestätigung des Datums steht aber noch aus.
  • Beigesetzt wird die Queen auf Schloss Windsor neben ihrem Mann.
  • Der Tag des Staatsbegräbnisses wird offiziell zum „Tag der Staatstrauer“.

Vom Geld bis zur Nationalhymne: Vieles muss jetzt geändert werden

Nationalhymne, Geldscheine- und münzen, Pässe und Namen von Institutionen – mit dem Tod von Königin Elizabeth II. und der Thronbesteigung von König Charles III. ändert sich einiges. Hier nur einige Beispiele: Neu in Umlauf gebrachtes Bargeld wie auch alle britischen Briefmarken werden nun anstatt der Queen König Charles zeigen. Die britische Nationalhymne heißt von nun an „God save the King“. Britische Reisepässe werden im Namen der Krone und „Ihrer Majestät“ ausgegeben. Der Text auf der Innenseite des Passes muss nun an das Geschlecht des neuen Staatsoberhauptes angepasst werden.

Geschrieben von: Manuel

Rate it

Vorheriger Beitrag

Nachrichten

Proklamation: Charles III. nun auch öffentlich zum König ernannt

Ein historisches Ereignis: Charles III. ist offiziell in sein neues Amt als britischer König eingeführt worden. Nach „Hipp, hipp, hurra“ folgten Schüsse.   Charles III. ist offiziell zum britischen König ausgerufen worden. Gemäß der Tradition trat ein Beamter auf den Balkon des St.-James-Palastes in London und rief den 73-Jährigen zum Monarchen aus. Ein dreifaches Hurra auf die Majestät, den König! Englands ranghöchster Herold David White am Samstag in London „Hipp, […]

todaySeptember 10, 2022 8

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet

INFOS
RSN
0%