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William Shatner alias „Captain Kirk“ ist von Flug ins All überwältigt und weint

todayOktober 15, 2021 9

Hintergrund
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William Shatner alias Captain Kirk aus „Star Trek“ ist nun wirklich ins All geflogen. Er war Crewmitglied einer Raumfähre von Blue Origin – dem Unternehmen, hinter dem Amazon-Gründer Jeff Bezos steht. Nun zeigt sich Shatner tief bewegt.

Was tut man als Erstes, wenn man als jemals ältester Mensch ins All geflogen ist? Klar, man umarmt Amazon-Gründer Jeff Bezos, der einem das ermöglicht hat. Zumindest war das die Reaktion von William Shatner – besser bekannt als „Captain Kirk“ aus Star Trek. Und dann sagt der 90-jährige Schauspieler unter Tränen: „Es war unbeschreiblich. Jeder Mensch auf der Welt muss das machen, jeder muss es sehen.“ Diese Erfahrung habe ihn „überwältigt“, er habe keine Ahnung gehabt, was da auf ihn zukam. Für Shatner war der Flug mit der Raumfähre „New Shepard“ als „Gast“ kostenlos. Bezos spritzt währenddessen Champagner in die westtexanische Wüste, wo sie gelandet ist.

Shatner findet nach Kurztrip ins Weltall philosophische Worte

Nicht nur Shatners Tränen, sondern auch die Worte danach zeigen, dass ihn die Erfahrung wohl tief bewegt hat.

Es war anders als es immer beschrieben wird und anders als alles, was ich je gesehen oder erlebt habe. Es ist so enorm und so schnell und geht um die Plötzlichkeit von Leben und Tod. Man sieht dort draußen nur Schwarz – und auf der Erde sieht man Blau und Licht. Was ich wirklich jedem sagen will, ist wie gefährdet und zerbrechlich alles ist – es gibt nur diese dünne Schicht von Atmosphäre, die uns am Leben hält.

Kurz darauf hatte Shatner auch einen kryptischen Tweet abgesetzt, in dem er vom „unerforschten großen Ozean der Wahrheit spricht, der nun vor ihm läge“.

So kennen wir ihn: William Shatner alias Captain Kirk mit seiner Crew auf dem Raumschiff „USS Enterprise“.

Shatners Flug ins Weltall ging zehn Minuten

Shatner war am Mittwoch an Bord der Raumkapsel rund zehn Minuten ins All geflogen. Allerdings nicht alleine, sondern mit dem frühere Nasa-Ingenieur Chris Boshuizen, dem Unternehmer Glen de Vries und der stellvertretenden Chefin von Blue Origin, Audrey Powers. Das Raketensystem fliegt weitgehend automatisiert. Während des Flugs wird die Raumkapsel mit der Crew von der Rakete abgetrennt und erreicht eine Höhe von rund 107 Kilometern über der Erde, zeitweise mit Schwerelosigkeit. Dann geht es an Fallschirmen wieder zurück zur Erde. Die Raumkapsel kann mehrfach verwendet werden und auch die Raketenvorstufe ist wieder zurück auf der Erde.

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Großer Marketing-Coup für Blue Origin?

Der Flug von „Captain Kirk“ wird als großer PR-Coup für Bezos und seine Firma angesehen. Noch für dieses Jahr hat Blue Origin einen weiteren bemannten Flug angekündigt, für nächstes Jahr mehrere.

Zweiter Blue-Origin-Flug für Weltraumtouristen

Es war der zweite Start der Blue-Origin-Raumfähre. Bezos hatte im Juli gemeinsam mit seinem Bruder Mark, einer 82 Jahre alten früheren US-Pilotin und einem 18-jährigen Niederländer einen rund zehnminütigen All-Ausflug an Bord des Raumschiffes „New Shepard“ seiner Firma Blue Origin unternommen. Wenige Tage zuvor hatte mit dem Briten Richard Branson ein weiterer Milliardär sein eigenes Raumschiff getestet.

Nicht ganz die Enterprise: So sieht die Blue-Origin-Raumkapsel von innen aus. Schauspieler William Shatner ist damit ins All geflogen.

Prinz William: Klimaschutz wichtiger als Weltraumtourismus

Prinz William hat „absolut kein Interesse“ an einem Ausflug in den Weltraum. Das sagte der 39-Jährige am Donnerstag in einem Interview mit der BBC. Es gebe „fundamentale Fragen“ hinsichtlich des CO2-Ausstoßes von Flügen in den Weltraum, fuhr der Royal fort.

Die schlauesten Köpfe der Welt sollten sich darauf konzentrieren, diesen Planeten zu reparieren, statt zu versuchen, den nächsten Ort zu finden, an den man gehen kann, um dort zu leben.

Geschrieben von: Manuel

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