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Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Teenager unter den Toten

todayJuni 5, 2022 9

Hintergrund
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Zwei Tage nachdem eine Regionalbahn bei Garmisch-Partenkirchen entgleist ist, steht in etwa fest, wer die Opfer sind. Eines war erst einen Tag nach dem Unglück gefunden worden.

Die Polizei in Garmisch-Partenkirchen scheint mittlerweile weitgehend zu wissen, um wen es sich bei den fünf Toten handelt: Demnach sind die ersten vier gefundenen Todesopfer drei Frauen im Alter von 32, 39 und 70 Jahren sowie nach bisherigen Erkenntnissen eine 51-Jährige.

Ein Unfallopfer schwebte auch am Sonntag noch in Lebensgefahr

Die Polizei sprach zuletzt von rund 44 Verletzten, von denen mehrere schwer verletzt sind. Ein Unfallopfer war demnach am Sonntag weiter in Lebensgefahr.

So sah die Unfallstelle am Sonntagmorgen aus:

Helfer können zerstörten Waggon von den Schienen heben

Am Sonntag gingen die Bergungsarbeiten am Unfallort weiter. Wie die Polizei mitteilte, sollte zunächst einer der entgleisten Waggons von der Unglücksstelle abtransportiert werden.

Danach sollten die beiden weiteren umgestürzten Wagen nacheinander auf die Fahrbahn gehoben und ebenfalls abtransportiert werden. Die beiden restlichen Waggons und die Lok wolle man „nach Möglichkeit auf den Gleisen“ wegbringen.

Regionalbahn entgleiste bei Burgrain

Das Unglück hatte sich am Freitag gegen 12:15 Uhr im Ortsteil Burgrain in den Loisachauen ereignet: Mehrere Doppelstock-Wagen des Zugs kippten um, rutschten eine Böschung hinab und blieben direkt neben einer Bundesstraße liegen. Der Zug war Richtung München unterwegs. Rund 140 Menschen saßen darin.

Unter den Verletzten waren auch viele Schülerinnen und Schüler. Einige Opfer erlitten schwerste Verletzungen und mussten notoperiert werden. Es war eines der schwersten Bahnunglücke der vergangenen Jahre in Deutschland.

Ursache wohl noch vollständig unbekannt

Zur Unfallursache gab es auch am Samstag zunächst keine neuen Erkenntnisse. Der Zugführer wurde nach Polizeiangaben zwar vernommen. Was er gesagt hat, teilte die Polizei allerdings nicht mit. Sicher sei bislang nur, dass ein Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug ausgeschlossen werden könne.

Martin Breitkopf vom Bayerischen Rundfunk hatte am Freitagnachmittag berichtet:

Großaufgebot an Rettungskräften

Feuerwehr, Notärzte und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort – insgesamt waren rund 500 Retter im Einsatz. Nach Angaben eines Sprechers der ADAC-Luftrettung unterstützten sechs Rettungshubschrauber, drei davon vom ADAC. So sah der Unglücksort aus dem ADAC-Hubschrauber aus:

Streckensperrung bei Garmisch-Partenkirchen wohl bis nächste Woche

Die bayerische Landesregierung teilte am Freitag mit, es könne mindestens zwei Wochen dauern, bis die Strecke wieder befahrbar sei. Herrmann sprach am Samstag von „zumindest noch einigen Tagen“.

Das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen kündigte am Samstag an, dass bis zum Ende der Bergungsarbeiten voraussichtlich Mitte nächster Woche auch der Autoverkehr in der Region von Behinderungen betroffen sein werde. So soll weiterhin der Verkehr von der A95 großräumig umgeleitet werden, die Fernstraße bleibt in Richtung Süden gesperrt.

Anteilnahme aus der Politik zum Zugunglück

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte am Freitagabend den Unglücksort besucht. „Ich bin zutiefst erschüttert“, sagte sie nach Gesprächen mit den Rettungskräften. Sie sei gekommen, um Angehörigen, Familien und Freunden der Todesopfer das tiefe Mitgefühl der Bundesregierung auszudrücken, sagte Faeser.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) meldete sich tief bestürzt über Twitter:

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Samstagmorgen den Unfallort besucht. „Wir beten und hoffen sehr, dass wir unter den Waggons keine weiteren Toten finden“, sagte Söder da. Leider kam es anders, als gegen Mittag der verunglückte Teenager gefunden wurde.

Geschrieben von: Manuel

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